Psychosomatische Grundversorgung
Niedrigschwellige Anlaufstelle bei psychischen Belastungen – strukturiert, vertrauensvoll und als Kassenleistung.
Viele körperliche Beschwerden haben seelische Ursachen – und umgekehrt wirken sich psychische Belastungen auf den Körper aus. Die psychosomatische Grundversorgung beim Hausarzt bietet einen geschützten Rahmen, um diese Zusammenhänge zu erkennen und zu behandeln. Als Ihre erste Anlaufstelle bei psychischen Belastungen nehmen wir uns Zeit für ausführliche Gespräche, schließen organische Ursachen aus und begleiten Sie therapeutisch – oder vermitteln Sie bei Bedarf an spezialisierte Psychotherapeuten und Psychiater.
Was ist psychosomatische Grundversorgung?
Die psychosomatische Grundversorgung ist ein fester Bestandteil der hausärztlichen Tätigkeit. Sie berücksichtigt die Wechselwirkung zwischen körperlichen Symptomen und seelischem Befinden. Beschwerden wie chronische Schmerzen, Magen-Darm-Probleme oder Herzbeschwerden können psychische Ursachen haben. Wir sind speziell fortgebildet, diese Zusammenhänge zu erkennen, diagnostisch einzuordnen und mit gesprächstherapeutischen Mitteln zu behandeln – direkt in der Hausarztpraxis, ohne lange Wartezeiten.
Anwendungsbereiche
Die psychosomatische Grundversorgung kommt bei vielen Beschwerdebildern zum Einsatz: Erschöpfungszustände und Burnout, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit, Angst- und Panikstörungen, somatoforme Störungen (körperliche Beschwerden ohne ausreichenden organischen Befund), chronische Schlafstörungen sowie Stressfolgeerkrankungen. Auch bei Trauerreaktionen, Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen oder bei chronischen Erkrankungen mit psychischer Begleitbelastung sind wir für Sie da.
Ablauf der Behandlung
Am Beginn steht ein ausführliches Erstgespräch, in dem wir Ihre Beschwerden, Ihre Lebenssituation und Ihre Belastungsfaktoren erfassen. Parallel schließen wir organische Ursachen durch gezielte Diagnostik aus – beispielsweise Schilddrüsenfunktionsstörungen, Anämie oder andere körperliche Erkrankungen. Anschließend bieten wir gesprächstherapeutische Begleitung in regelmäßigen Terminen. Falls eine intensivere Behandlung notwendig ist, vermitteln wir Sie an Psychotherapeuten oder Psychiater und überbrücken die Wartezeit.
Gesprächstherapeutische Elemente
In unseren Gesprächen setzen wir bewährte therapeutische Methoden ein: aktives Zuhören und empathische Gesprächsführung, Ressourcenorientierung – also die Stärkung Ihrer vorhandenen Bewältigungsstrategien, emotionale Entlastung durch einen geschützten Gesprächsrahmen, sowie Psychoedukation – das Vermitteln von Wissen über psychische Zusammenhänge und Erkrankungen. Ziel ist es, Ihnen ein besseres Verständnis Ihrer Beschwerden zu ermöglichen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Wann zum Hausarzt?
Ihr Hausarzt ist die ideale erste Anlaufstelle bei psychischen Belastungen. Wir kennen Ihre Vorgeschichte, können körperliche Ursachen ausschließen und bieten schnelle Hilfe ohne monatelange Wartezeit. Besonders sinnvoll ist der Weg zum Hausarzt, wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden körperlich oder seelisch bedingt sind, wenn Sie die oft langen Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz überbrücken möchten, oder wenn Sie eine vertraute Ansprechperson für Ihre Sorgen suchen.
Kostenhinweis
Die psychosomatische Grundversorgung ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Kosten für die Gespräche und die begleitende Diagnostik werden vollständig von Ihrer Krankenkasse übernommen. Sie benötigen keine Überweisung – vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Praxis. Auch Privatversicherte können die psychosomatische Grundversorgung in Anspruch nehmen; die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Sie müssen das nicht alleine durchstehen
Sprechen Sie uns an – in einem vertraulichen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wie wir Ihnen helfen können.